Es gibt da eine Sache, die habe ich noch nie verstanden.
Es ist die Tatsache, dass man in Deutschland kostenlos, oder inzwischen in Baden-Württemberg für 500 Euro pro Semester, studieren darf so viel man will, aber für einen Kindergartenplatz oder eine Krabbelgruppe bezahlen muss.
Wobei ich 500 Euro pro Semester auch für eine Krabbelgruppe bezahlen würde; denn die Wilden Gummistiefel, die mein Sohn besucht hat, kosten nämlich inzwischen rund 300 Euro pro Monat!
Da wären 500 Euro für das Halbjahr ein echtes Schnäppchen.
Nicht, dass es das nicht wert sei, aber wer soll sich das denn bei mehr als einem Kind leisten?
Ehrlich gesagt, fände ich im Hinblick auf Integrations- Förder und PISA-Debatten den Ansatz Kinder möglichst früh gemeinsam etwas zu Erleben und zu Erlernen sehr viel sinnvoller, als die kostenlose Elitenförderung für erwachsense Kinder.
Nicht, dass ich mich nicht über ein kostengünstiges Studium für meine Kinder freuen würde, aber in der Gesamtheit denke ich, das frühzeitige Lernen von Gemeinschaft und Respekt könnte sehr viel mehr für die Gemeinschaft erreichen als massenweise Akademiker.
Ehrlicherweise muss ich einräumen, dass mich das momentan natürlich mehr beschäftigt, als in der Zeit ohne Kinder und wahrscheinlich interessiert es mic auch nicht mehr wenn die Kindergartenzeit vorbei ist, aber man muss es mal aufgeschrieben haben.
Vielleicht geht es ja noch anderen so?

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