Kindergeld- bzw. Kinder-Zuschlag

Vorweg muss man sagen, dass Sozialleistungen in der Bundesrepublik ja für gewöhnlich nach der Maxime:

Warum kompliziert, wenn es noch viel komplizierter geht
bewilligt.

Ein neues Highlight in der "wir sammeln 217 Bescheinigungen und bekommen am Ende 3 Euro Anträge" ist der zum 1.Januar 2005 eingeführte Kinderzuschlag.

Weil Amtsdeutsch immer eine Freude ist, hier der Wortlaut des Arbeitsamts Arbeitsagentur der Familienkasse zu den Zugangsvoraussetzungen

Die Mindesteinkommensgrenze beträgt für Elternpaare 900 Euro, für Alleinerziehende 600 Euro. Den Kinderzuschlag können Eltern nur dann beanspruchen, wenn ihre monatlichen Einnahmen in Geld oder Geldeswert (z. B. Bruttoeinkommen aus Erwerbstätigkeit, Arbeitslosengeld I, Krankengeld etc.) die jeweilige Mindesteinkommensgrenze erreichen.

Gleichzeitig darf das zu berücksichtigende Einkommen und Vermögen (Bruttoeinkommen und –vermögen gemindert um etwaige Abzugsbeträge) die Höchsteinkommensgrenze nicht übersteigen. Die Höchsteinkommensgrenze setzt sich aus dem elterlichen Bedarf im Sinne der Regelungen zum Arbeitslosengeld II und dem prozentualen Anteil an den angemessenen Wohnkosten (Bemessungsgrenze) sowie dem Gesamtkinderzuschlag zusammen.

Ja, da kommt Freude auf. Wer das Gefühl hat, dass er in den Genuß des Zuschlags kommen könnte, der kann beim Kinderzuschlag Rechner schon einmal vorfühlen, Anträge gibt aus und nimmt entgegen die örtliche Familienkasse.

Eine Liste der Familienkassen gibt es als PDF bei der Arbeitsagentur

Der Antrag selbst steht auch als Download zur Verfügung.

Ob man mittelfristig nicht lieber alle Sozialleistungen in einen Topf wirft und ein ordentliches Bürgergeld auszahlt frage ich mich gelegentlich. Zudem muss der Antragsteller auch erst einmal darauf kommen, dass es so etwas wie den Kinderzuschlag gibt. Immerhin hat die Verwaltung der Familienkasse sich ein neues Tätigkeitsfeld aufgetan und die Mitarbeiter dort bekommen hoffentlich so viel Gehalt, dass sie selbst nicht zu den Antragstellern gehören müssen.

 

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Pro Jahr sterben in Deutschland ca. 400 Säuglinge am Plötzlichen Kindstod. Einer neuen Studie vom Bundesforschungsministerium zufolge kann die Gefahr des Plötzlichen Kindstodes durch einige Verhaltensregeln der Eltern um ein vielfaches reduziert werden.

Zu diesen Regeln gehört, das Kind in einem Schlafsack ohne Bettdecke in Rückenlage ins Bett zu legen, um so Wärmestau zu vermeiden. Eine weitere Regel betrifft das Rauchen der Mutter: Das Risiko, dass das Kind den Plötzlichen Kindstod erleidet ist laut der Studie bei rauchenden Müttern sechsmal höher als bei Nichtraucherinnen. Auch das Stillen verringert laut der Studie das Risiko.
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