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Stillprobleme
Muttermilch ist mit Sicherheit die beste Nahrung für Ihr Neugeborenes. Sie enthält alles, was Ihr Baby in den ersten Wochen und Monaten braucht. Da das Stillen sowohl für Ihr Baby als auch für Sie etwas völlig Neues ist, kann es am Anfang zu Unsicherheiten und Problemen kommen. Folgende Tips können vielleicht helfen, dass Sie nicht den Mut verlieren und die anfänglichen Probleme besser meistern, sodass Sie gerne weiter stillen.
Zu wenig Milch
Bei zu wenig Milch können folgende Maßnahmen hilfreich sein:
- Das Anlegen des Babys an beiden Brüsten pro Mahlzeit steigert die Milchmenge
- Häufiges Anlegen
- Verzichten auf Still-BH
- Trinken von Milchbildungstee, erhältlich in der Apotheke (bitte nur in Absprache mit Ihrer Hebamme)
Zu viel Milch
Bei zu viel Milch können folgende Maßnahmen hilfreich sein:
- Das Anlegen des Babys an jeweils nur einer Brust pro Mahlzeit reduziert die Milchmenge
- Kühlen der anderen Brust während des Anlegens mit Kühlakkus oder Eiswürfelauflagen
- Tragen eines engen Still-BHs
- Kalte Umschläge mit Quarkwickel während der Still-Pausen
Wunde Brustwarzen
Bei wunden Brustwarzen haben sich folgende Pflegemaßnahmen bewährt:
- Überprüfen Sie die "Stilltechnik": Das Kind sollte soviel wie möglich vom Warzenhof fassen; das Kind von der Warze trennen, indem man den kleinen Finger zwischen den Mundwinkel des Babys und die Brustwarze schiebt, um den Unterdruck zu unterbrechen (nicht Baby einfach von der Warze "abziehen")
- Streichen Sie nach jedem Stillen ein wenig Muttermilch aus und verteilen Sie sie auf der betroffenen Brustwarze
- Nach dem Stillen die Brustwarze dünn mit Lanolin (erhältlich in der Apotheke) bestreichen
- Die Brust möglichst oft an der frischen Luft trocknen lassen
- Stilleinlagen aus Naturfasern (Wolle oder Seide) verwenden
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Stillprotokoll
Das Baby ist da! Jetzt müssen sich Mutter und Kind erstmal an die neue Situation gewöhnen - da kann es schon mal zu Unsicherheiten kommen. Zum Beispiel darüber, ob Ihr Kind beim Stillen genug Milch bekommt und der Rhythmus der Stillzeiten den Bedürfnissen Ihres Kindes entspricht. Bei zu häufigem Anlegen (stündlich bzw. weniger als 2 Stunden zwischen zwei Mahlzeiten) kann zum Beispiel die Kombination aus frischer und anverdauter Milch zu Koliken bei Ihrem Neugeborenen führen - Schreien und schlaflose Nächte sind die Folge. Auch kann häufiges Anlegen ein Grund für die "Überproduktion" von Milch sein, was schmerzhafte und knotige Brüste zur Folge haben kann. In den ersten ein bis zwei Wochen kann es daher hilfreich sein, ein Stillprotokoll zu führen.
Mit Hilfe des Stillprotokolls können Sie sich einen Überblick verschaffen, ob Ihr Kind ausreichend häufig trinkt und somit aller Wahrscheinlichkeit nach auch genug Milch erhält. Zusätzlich hilft das Stillprotokoll Ihnen dabei, einen Überblick zu behalten, an welche Brust Ihr Baby als nächstes angelegt werden sollte; damit können Sie sicherstellen, dass beide Brüste gleichmässig geleert werden und somit eventuell einer "Überproduktion" von Milch (bei häufigem Anlegen an einer Brust) vorbeugen. Das Protokollieren von Urin und Stuhlgang Ihres Kindes bietet eine weitere Möglichkeit im Blick zu behalten, ob mit der Nahrungszufuhr und der Flüssigkeitsaufnahme alles in Ordnung ist - der Windelinhalt kann darüber Aufschluss geben.
Wenn Sie im Wochenbett von einer Hebamme betreut werden, wird diese gegebenfalls nach diesen Daten fragen - das Stillprotokoll kann dabei helfen, gemeinsam mit der Hebamme zu kontrollieren, ob sich bereits langsam ein Still-Rhythmus entwickelt, der Ihnen und Ihrem Baby gut tut.
Stillprotokoll zum Ausdrucken
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