Stillprobleme

Stillprobleme

Muttermilch ist mit Sicherheit die beste Nahrung für Ihr Neugeborenes. Sie enthält alles, was Ihr Baby in den ersten Wochen und Monaten braucht. Da das Stillen sowohl für Ihr Baby als auch für Sie etwas völlig Neues ist, kann es am Anfang zu Unsicherheiten und Problemen kommen. Folgende Tips können vielleicht helfen, dass Sie nicht den Mut verlieren und die anfänglichen Probleme besser meistern, sodass Sie gerne weiter stillen.

Zu wenig Milch

Bei zu wenig Milch können folgende Maßnahmen hilfreich sein:

  • Das Anlegen des Babys an beiden Brüsten pro Mahlzeit steigert die Milchmenge
  • Häufiges Anlegen
  • Verzichten auf Still-BH
  • Trinken von Milchbildungstee, erhältlich in der Apotheke (bitte nur in Absprache mit Ihrer Hebamme)

Zu viel Milch

Bei zu viel Milch können folgende Maßnahmen hilfreich sein:
  • Das Anlegen des Babys an jeweils nur einer Brust pro Mahlzeit reduziert die Milchmenge
  • Kühlen der anderen Brust während des Anlegens mit Kühlakkus oder Eiswürfelauflagen
  • Tragen eines engen Still-BHs
  • Kalte Umschläge mit Quarkwickel während der Still-Pausen

Wunde Brustwarzen

Bei wunden Brustwarzen haben sich folgende Pflegemaßnahmen bewährt:

  •  Überprüfen Sie die "Stilltechnik": Das Kind sollte soviel wie möglich vom Warzenhof fassen; das Kind von der Warze trennen, indem man den kleinen Finger zwischen den Mundwinkel des Babys und die Brustwarze schiebt, um den Unterdruck zu unterbrechen (nicht Baby einfach von der Warze "abziehen")
  • Streichen Sie nach jedem Stillen ein wenig Muttermilch aus und verteilen Sie sie auf der betroffenen Brustwarze
  • Nach dem Stillen die Brustwarze dünn mit Lanolin (erhältlich in der Apotheke) bestreichen
  • Die Brust möglichst oft an der frischen Luft trocknen lassen
  • Stilleinlagen aus Naturfasern (Wolle oder Seide) verwenden
 

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Buchtipp

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FRANKFURT. Der Vater als Ernährer der Familie hat noch immer nicht ausgedient, aber längst gibt es eine breite Vielfalt von Vatertypen, die sich mit den gesellschaftlichen Erwartungen an den "neuen" Vater auf sehr unterschiedliche Weise auseinander setzen. Diese Erwartungen sind hoch: Er soll sich aktiv, kompetent und emotional in der Kindererziehung engagieren und partnerschaftlich agieren. Am Frankfurter Institut für Sozialforschung haben die Soziologen Andrea Bambey und Hans-Walter Gumbinger untersucht, wie sich die Rolle des Vaters gewandelt hat und wie sich dies auf die Familienkonstellation auswirkt. Als Auszug aus ihrem Forschungsprojekt stellen sie in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Forschung Frankfurt" (4/2006) drei Vater-Typen vor: den fassadenhaften, den randständigen und den egalitären Vater.

An der Studie beteiligten sich über 1.500 Väter von Grundschulkindern aus dem Rhein-Main-Gebiet und nahmen in einem Fragebogen Stellung zu traditionellen Rollenklischees, aber auch zu ihrer emotionalen Kompetenz, ihrem Einfühlungsvermögen gegenüber ihrem Kind und dem Erleben der Partnerschaft. Darüber hinaus wurden sie befragt, wie sie sich innerhalb der Familie engagieren, welche Position sie dort einnehmen und wie sicher sie sich in ihrer väterlichen Rolle fühlen. Auch die Einstellung der Väter zur Herkunftsfamilie wurde untersucht. "Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, die elterliche Rolle nach bestimmten gesellschaftlichen Normen und Wertvorstellungen zu gestalten. Die Pluralisierung der familialen Lebensformen bedeutet für den Einzelnen nicht nur eine Zunahme an Optionen, sondern auch den Verlust alter Selbstverständlichkeiten und neue Zwänge, sich mit möglichen Formen der eigenen Lebensgestaltung auseinander zu setzen", erläutert Andrea Bambey; und ihr Kollege Hans-Walter Gumbinger fügt hinzu: "Auch die innerfamiliale Arbeitsteilung - wer macht was, wer ist wofür zuständig - ist nicht mehr so klar vorgezeichnet wie noch in der Elterngeneration, und heutige Eltern müssen individuell nach neuen und differenzierteren Antworten und Entwürfen der Lebensführung suchen."

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